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Endlich konnte der Aufgalopp in die 15. Saison des Mittwochstraining starten. Es hatten sich 10 ballbereite Aktivisten eingefunden und eröffneten die Jagd auf die begehrteste Trophäe im Greetsieler Altherrensport.
Arnoldinho, in der Vorsaison überraschend Gesamtsieger, zeigte gleich zu Beginn, dass er nicht umsonst gewonnen hatte. Er hatte die allermeisten Ballkontakte und war ein ständiger Unruheherd. Erst als auch die anderen Spieler auf dem Platz eintrafen, wurde er in der Nahrungskette urplötzlich an das Ende durchgereicht.
So übernahm also Fachpersonal das Ruder, in diesem speziellen Fall "the kid", der aus spitzen Winkel das erste Tor des Jahres 2012 erzielte. Während es beim letzten Training das Tempo so aussah, als wären nicht nur Pferde in der Lage, im Stehen zu schlafen, wurde bereits zum Auftakt dieser Saison ganz oben ins Regal gegriffen. "the kid" erzielte seinen zweiten Treffer und hatte damit , wenn auch in Überzahl, seiner Mannschaft ein nettes Pölsterchen besorgt. Aber Rios-Dios & Co waren nicht auf der Wiese, um aus dem Bus zu winken und erzielten folgerichtig den Anschlusstreffer, durch "Millo" . Als kurz vor dem Wechsel "uns Uwe" sogar den Ausgleich erzielte, schien das A-Team auf die Siegerstraße eingebogen zu sein.Allerdings hatte der Deichreiter kaum seine Trikotagen gewechselt, da hatte er auch schon den ersten feindlichen Einschlag zu verzeichnen, als "magic" in Unterzahl die Führung erzielte Jetzt wurde die Veranstaltung richtig unterhaltsam. Dem Ausgleich durch "Millo" ließen "the kid" und Marcus ein zweifaches Echo folgen und hätte "uns Uwe" nicht per Schädel den erneuten Ausgleich erzielt, wäre es ein knappes Höschen für das Team um Arnoldinho geworden. Aber auch so ging fiel der erneute Führungstreffer für die B-Vertretung, für den wiederum "the kid" verantwortlich zeichnete. Allerdings egalisierte Rios-Dios das Resultat quasi im Gegenzug. Erst als erneut Rios-Dios und "uns Uwe" ihre Farben mit 8:6 in Front brachten, schien der Drops gelutscht, denn die B-Vertretung ließ jetzt lungentechnisch erheblich nach. Nach großem Kampf siegten schließlich die Männer um "Millo" de Vries im Auftaktspiel des Jahres 2012, das die Teilnehmer, wie es sonst nur bei den Zöllnern gang und gäbe ist, bis an ihre Grenzen brachte.
Der größt anzunehmende Unfall im Seniorensport ereignete sich am vergangenen Mittwoch; die Biervorräte litten unter Schwindsucht. Das treibt jedem Sportler schon beim bloßen Lesen die Schweißperlen auf die Stirn, die Trainingsteilnehmer wurden damit brutal von vorne konfrontiert. Nur mit viel Mühe und dem unermüdlichen Einsatz von Alterspräsident "the wall" wurden Futterneid-Attacken unter dem Kabinenpersonal vermieden. Am Ende der Kiste fristete nur eine Flasche "Jever-Fun" ihr einsames Dasein, aber so verzweifelt war dann doch keiner.
Ansonsten konnte man sich über den Jahresauftakt 2012 nicht sonderlich beschweren, es fand sich wieder die gesamte Bandbreite der Menschheit ein. Von "the wall", der Klaus Störtebeker noch persönlich kannte, bis zu "the kid", der an der Wursttheke noch immer, ohne zu fragen, ein Stück Bärchenwurst von der Verkäuferin bekommt, vom 7-er BMW bis zur Zündapp CS 25 ist halt alles vertreten beim Mittwochstraining.
Einen großen Teil des Kabinengeflüsters nahm die Maya- Prophezeiung ein, in der es heißt, am 21.12.2012 geht die Welt unter, da ein gewisser Eingeborenen-Kalender genau an diesem Tag endet. Ein Teil des Personals meinte dazu nur lapidar, wir sollten dann halt am 19. Dezember, einem Mittwoch, den Gesamtsieger küren, denn ein würdiger Abgang ohne Siegerehrung würde keinen Sinn machen. Andere behaupteten das diese Vorhersage in das Reich der Fabel gehört und das der Verfasser des Kalenders, just als er beim 21.12.12 war, von seiner Frau zum Essen gerufen wurde. Da es gegrilltes Meerschweinchen gab, legte der Schreiberling seinen Federkiel von jetzt auf gleich nieder und ging von seinem "Büro" zur heimischen Hütte. Auf dem Weg dahin trat er auf einen Pfeilgiftfrosch und es haute ihn sofort aus den Sandalen. Da die anderen keinen Bock hatten, die Arbeit weiterzuführen, blieb sie halt liegen, wie man ihn heutzutage aus allen deutschen Amtsstuben kennt. Wer jetzt richtig liegt, konnte nicht restlos aufgeklärt werden, wir wollen aber zeitnah mit unserem Weltenbummler Crocodile-Ede Kontakt aufnehmen, der ja derzeit in Chile unterwegs ist. Ede kann sich der Sache ja mal annehmen.
Arnoldinho beruhigte die Gemüter zusätzlich, denn der Kalender seines Pommes-Lieferanten geht sogar bis Februar 2013. Den großen Ankündigungen folgten keine Taten. Weder Edi "the igel" , Frank "the tank" Oltmanns oder das Phantom wurden im weiten Rund der Schöpfwerk-Arena gesichtet. Auch "Flocki" de Beer und der Herrscher des Rapunzelturms "Alfred der Viertelvorzwölfte" blieben der Veranstaltung unentschuldigt fern. Selbst unsere kontaktfreudigen Kollegen von der Stiftung "Wadentest", Udo "Block" Schröder und Ralf "the butcher" Oltmanns suchte man vergebens. Entschuldigt war nur der Kaliszewski-Clan, der sein Carport (Zu Weihnachten im "Nooitgedocht" immer wieder gerne beim Krippenspiel genutzt) weltuntergangstauglich machen wollte.
Bleiben sie gespannt und schalten sie ihre Geräte auch nächste Woche wieder ein, denn dann erklären wir ihnen, dass der Beruf des Beamten als einziger die Möglichkeit bietet, sich "hochzuschlafen" ohne anzüglichen Kontakt zu Vorgesetzten zu haben.
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